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.Life is a lemon.


Warnungen: lemon!! *Vorsicht, explizit!*

 

Kapitel 1: Verlorene Träume


 

Mein Leben war schon lange eine Achterbahn. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass einmal alles glatt lief – es ging immer hoch und runter und hoch und runter und hoch… Ich passiere Leute, im strömenden Regen irre ich durch Gassen und Straßen. Ich lerne Leon kennen und lieben, Leon, der in einer lauen Sommernacht für immer geht. Unfreiwillig. Ich finde Trost bei Sandy, die sich wenig später von uns abwendet.

Trauer stärkt die Banden der Freundschaft. Trauer reißt sie auseinander. Dazwischen gibt es nichts, das habe ich hart lernen müssen. Wieder ich allein, in den Gassen, verloren zwischen Straßenlärm und Mülltonnen. Wieder diese Situation von damals. Doch diesmal ist mein Herz entzwei. Der Schmerz bringt mich um, ich kann kaum atmen, nachts nicht mehr schlafen. Leon, der mein Lebensinhalt war, ist tot. Wird nie wieder kommen. Leon, der die Andere liebte. Leon, der mir so wichtig war, den ich so brauchte.

Seufzend schließe ich die Augen, lehne meine Stirn gegen die kühle Busfensterscheibe. Es geht allmählich auf Mitternacht zu, ich sollte längst bei Richard und den anderen aus der Crew sein. Bei ihm und den anderen Writern, Sprayern. Heute Nacht findet im Stadtpark eine Adventsparty statt, und die Stelle, die Rich zum Sprayen ausgesucht hatte, liegt nahe des Parkeingangs. Ein so genannter Hot Spot. Ein Punkt, der besonderen Nervenkitzel dank der penetranten Gefahr des Erwischtwerdens bietet.

Wir wollen bloß ein Throw-up writen, ein schnell dahingeschmiertes Quickpiece. Unsere Crew besteht aus 11 Leuten und unser Tag, eine rosa Ratte mit Mörderblick auf einem schwarzen „R“, soll stadtbekannt werden. Nur so kann ein Writer zu Fame gelangen – jeder sollte sein Tag kennen, die Pieces gleich mit ihm in Verbindung setzen können. Und darauf arbeiten wir zu.

Allerdings soll ich heute Nacht nicht mehr bei meiner Crew ankommen, denn kaum bin ich aufgestanden von meinem Sitzplatz, sehe ich, wie sich jemand Schwarzhaariges ebenfalls aufrichtet und nun auf mich zugeschlendert kommt. Sieht nicht schlecht aus, der Typ, wie ich nach kurzem Checken feststelle. Etliche Ringe reihen sich seine Ohren hoch, die Lippen sind rot wie in Blut getaucht. Unter dem offenen bodenlangen schwarzen Ledermantel trägt er ein Netzshirt und ein Tanktop, die Gürtel, die sich um seine schwarze Jeans ziehen, bestehen zum größten Teil aus Stachel- und Pyramidennieten. Wenn er geht, erzeugt er einen Doppeltritt – ausgelöst von schwarzen hochhackigen Stiefeln. Der Typ schaut mir direkt in die Augen. Schwarz geschminkt. Dunkel wie die Nacht leuchten mir seine Augen entgegen. Ich habe selten ein solch makelloses schönes Gesicht gesehen.

Ich muss schlucken, zwinge mich, den Blick abzuwenden. Als der Bus hält, will ich schnell aus der offenen Tür hüpfen – aber da hält mich plötzlich eine Hand zurück. „Hey, wart mal.“

Das ist der Schwarzhaarige. Er grinst mich an, weist mit einem Nicken auf meinen Rucksack. „Keine gute Idee, das jetzt auszuführen. An deiner Stelle würde ich mir für heute Nacht ’ne andere Stelle für’s Sprühen suchen.“ Er zwinkert mir zu, dreht sich um und will gehen. Mich verdattert stehen lassen. Was war das denn gerade? Woher weiß der Typ, was ich vorhabe?? Irgendwie unheimlich… Mich schaudert. Was für eine seltsame Erscheinung…

Ehe ich realisiere, was ich da tue, eile ich ihm nach.

Der Typ dreht sich ein paar Mal nach mir um, scheint aber nicht zu merken, dass ich mich auf seine Fersen geheftet habe. Mein Glück, dass sein Weg direkt ins Zentrum der Oststadt führt, da fällt es nicht so auf, dass ich ihn beschatte. Ob er wohl in einer der minikleinen Wohnungen an der Fußgängerzone lebt? Oder in der Nähe des Bahnhofs? Obwohl ich mich dagegen sträube, meine Neugier gewinnt stetig die Oberhand.

Ich wüsste wirklich nur zu gern, welch einem skurrilen Typen ich da begegnet bin. Und vor allem will ich wissen, woher er so viel über mich weiß. Auch wenn er mir unheimlich ist und ich mit jedem Schritt, den ich mache, wünsche, ich könnte mich jetzt einfach umdrehen und zu Rich fahren. Aber irgendwas in mir hält mich konsequent davon ab und zwingt mich, diesem Schwarzhaarigen zu folgen.

Wir passieren die Fußgängerzone, die in der Nacht ganz anders aussieht als am Tag, kommen schließlich über eine Nebengasse in einen Hinterhof, wo es drei Häusereingänge gibt. Der Schwarzhaarige geht auf den Mittleren zu, sein Schlüssel glänzt in dem bisschen Licht, das der Mond spendet. Ich bin in Deckung gegangen, lasse mich nun auf den Boden sinken. Okay, gut… jetzt weiß ich, wo der Kerl wohnt. Was hat mir das im Endeffekt gebracht? Nichts. Ich bin auch nicht schlauer als vorhin an der Bushaltestelle. Tolle Zeitverschwendung, Tom, lobe ich mich selbst in Gedanken. Und nun? Was soll ich jetzt tun? Umdrehen und nach Hause fahren? Oder doch noch zu Rich? Oder…

Aber weiter komme ich nicht, denn schon höre ich die dunkle Stimme des Schwarzhaarigen, die sich in mein Gehör eingebrannt hat wie nichts anderes.

„Was ist, worauf wartest du? Willst du nicht mit reinkommen, wo du mich schon bis hierher verfolgt hast?“

Ich muss ja nicht erwähnen, dass ich furchtbar zusammenzucke. Gott, hat der mich erschreckt! Wie hat der mich überhaupt gesehen in meinem Versteck? Das mulmige Gefühl in meinem Bauch schwillt an, als ich mich aufrichte, langsam auf ihn zukomme. „Tut mir Leid, dass ich dir nachspioniert habe…“, fange ich an, werde aber schon wieder unterbrochen. „Das kannst du mir oben erzählen. Komm rein, ich will die Tür nicht die ganze Zeit einladend für Mücken und Ratten aufhalten.“

Was kann ich auch anderes tun als ihm zu folgen? Wir steigen Treppen, endlos lange steile Treppen. Irgendwann höre ich auf, die Stufen zu zählen, schleppe mich einfach nur noch hinter ihm her. Allmählich beginne ich mich zu fragen, was das überhaupt soll. Bin ich jetzt komplett übergeschnappt? Schleiche hier mitten in der Nacht einem völlig Fremden hinterher, der mich daraufhin in seine Wohnung einlädt! Ich ticke ja wirklich nicht mehr richtig. Aber das habe ich nun von meiner schrecklichen Neugierde.

Endlich kommen wir oben an. 15. Stock, entnehme ich dem Schild an der Wand der letzten Stufe. Warum fährt der Schwarzhaarige eigentlich nicht mit dem Lift?

„Du bist gut. Siehst du hier irgendwo einen Aufzug? Nein? Ich nämlich auch nicht. Könnte daran liegen, dass dieses Haus keinen hat. Was erwartest du? Dieses Haus ist alt und hier leben Menschen, die nicht viel Geld haben. Komm, wir führen die Konversation in meiner Wohnung fort, die Nachbarn müssen es nicht unbedingt mitbekommen, was ich mit dir zu bereden habe.“

Er hat eine Wohnungstür aufgeschlossen, hält sie mir einladend auf. Ich husche hinein, sehe mich dann staunend um. Was auch immer ich erwartet hatte, das hier übertrifft ALLES bei weitem. Schick und modern eingerichtet, wenn auch auf engem Raum. Es ist gemütlich hier, stelle ich fest und fixiere das Sofa, das in der Mitte des Raumes vor einem Glastisch steht. Dann fällt mein Blick auf die Fenster, die von der Decke bis zum Boden reichen. Penthouse, geht mir durch den Kopf, der komische Kerl wohnt in einem Penthouse…

„Stimmt, das hast du richtig erkannt. Wäre dir übrigens dankbar, wenn du mich nicht immer der komische Kerl nennst. Ich heiße Bill.“ Er hat sich den Mantel ausgezogen und an die Garderobe neben der Tür gehängt, nimmt jetzt lächelnd auf dem Sofa Platz. „Setz dich“, fordert er mich dann auf. „Magst du was trinken?“ „Nein danke“, kommt es mir über die Lippen. Verwirrt setze ich mich mit einigem Abstand zu ihm auf das Sofa, bemüht, nicht allzu geschockt zu gucken.

Kann dieser Typ… - ich meine, kann Bill Gedanken lesen…?

„Ja, das kann ich“, meint der Schwarzhaarige und lächelt sanft, als ich schlucke. Herrjemine… wen hab ich da denn getroffen??

„Das kann ich dir nicht sagen, du würdest es mir entweder nicht glauben oder mich für verrückt erklären. Auf beides kann ich dankend verzichten.“ Bills beständiges Lächeln weicht auch dann nicht von seinen Lippen, als ich abrupt aufspringe, zur Tür hechten und fliehen will. Er meint nur locker: „Besuch mich mal wieder – und pass auf, wenn du aus dem Haus gehst, die Krawallbande aus Nummer 254 ist gerade im Anmarsch.“

Ich habe die Klinke schon in der Hand, als er die Bande erwähnt. Ich blinzele. Gut, okay, Gedanken lesen war eins, aber das jetzt… das grenzte ja schon fast an…

„Vor dir kann ich auch gar nichts verbergen, was?“ Bill richtet sich auf, kommt auf mich zu. „Andererseits, viel Mühe, es zu verstecken, habe ich mir zugegebenermaßen wirklich nicht gegeben. Ehrlich gesagt, ich hab’s darauf angelegt, dass du mir auf die Schliche kommst. Aber glaub mir, wenn ich mein Geheimnis bewahren will, dann kann ich das, da kannst du Gift drauf nehmen.“ Sein Lächeln wird breiter und er entblößt makellos weiße Zähne. Kein einziger Zahn steht schief. Fast neidisch denke ich an meinen linken Eckzahn. Und reflexartig im Vergleichen meiner Zähne mit den seinen schweift mein Blick auf Bills Eckbeißerchen – und in dem Moment fängt gleich eine ganze Glockensammlung an zu klingeln.

Spitze Eckzähne, die etwas länger sind als durchschnittlich üblich und auch ein bisschen größer als die eines normalen Menschen. Und in dem Moment sprudelt es geschockt aus mir heraus. „Du bist ein Vampir“, keuche ich, mich an die Wand drängend. „Oh“, erwidert Bill nur und berührt mit dem linken Zeigefinger seinen rechten Eckzahn, „stimmt, ich bin ein Vampir. Aber da du ja sowieso gerade gehen wolltest…“ Er schaut auf, mir direkt in die Augen.

Die seinen haben plötzlich einen leichten Rotschimmer in dem Mitternachtsschwarz, ein verführerisches leidenschaftlich rotes Schimmern, das mich wie magisch anzieht… Ehe ich weiß, was ich tue, habe ich gegen alle Ängste meinen Rucksack gen Boden gleiten lassen, fliege ihm um den Hals und drücke meine Lippen gegen die seinen, lasse meine Zunge in seinen immer noch leicht geöffneten Mund eindringen.

Nicht die Spur überrascht von der Überrumplungsaktion meinerseits erwidert Bill den Kuss, nimmt mein Gesicht dabei in seine Hände. Sie sind kalt, aber das fühlt sich nicht unangenehm an. Meine Hände liegen um seinen Hals, bereit zuzudrücken, sollte er irgendein Anzeichen machen, mich zu beißen. Doch das tut er nicht, stattdessen beendet er sanft den Kuss, nimmt mich auf die Arme und flüstert mit halbgeschlossenen Augen: „Lass mich dich in mein Reich entführen…“

Und sein Reich, das ist etwas, das ich zuvor noch nie gespürt habe.

Widerstandslos lasse ich zu, dass er mich in sein in warmen roten Tönen gehaltenes Schlafzimmer führt, mich auf dem seidigen französischen Himmelbett ablegt, die Vorhänge bis auf einen kleinen Spalt zuzieht und mich dann in einen zweiten Kuss verwickelt. Küssen kann er, das spüre selbst ich als Anfänger auf dem Gebiet Liebe. Er erweckt in mir ein Verlangen, das mir bisher nicht bewusst war, das ich immer verdrängt hatte. Ein Verlangen, Neues zu probieren, die körperliche Liebe zu erfahren… meine Unschuld zu verlieren…

Ich wehre mich nicht, als Bill mitten im Kuss beginnt, an meiner Hose zu nesteln, mir Socken und Jeans auszieht und sich dann hocharbeitet zu meinem Shirt. Meine Hände haben sich inzwischen verselbstständigt, ihm Knopf und Reißverschluss geöffnet und seine empfindlichste Stelle entdeckt. Sie liegt angenehm warm und herrlich fest in meinen Händen. Ich frage mich, was wohl passiert, wenn anfange, ihn ein bisschen an der Stelle zu reizen und drücke einmal kurz zu, was ihm ein Stöhnen über die Lippen lockt. Er löst den Kuss, hinterlässt einen durchschimmernden Speichelfaden auf meinen Lippen. „Du erlaubst?“ Mit sanften Griffen hat er mich meines Shirts entledigt. Nun liege ich fast vollkommen nackt unter ihm, schaue ihn an. Ich will ihn, und das weiß er, das lese ich aus seinen Augen.

Ich lasse ihn los, lasse meine Finger hinaufwandern zu seinem Netzshirt. „Vorsichtig damit, das ist das letzte, das noch heile ist“, meint Bill und hilft mir, es ihm über den Kopf zu ziehen. Dann ist das Tanktop – ein wirklich heißer Fummel – dran. Und dann… dann habe ich den Oberkörper eines Gottes vor Augen. Samtige, warme Haut, die sich über muskulösen Körperbau spannt… Schlüsselbeine, die dazu einladen, an ihnen zu knabbern… Brustwarzen, die sich ob des abrupten Wärmeentzugs in dem vergleichsweise recht kühlen Raum aufgerichtet haben…

Fehlte nicht viel und ich würde anfangen zu sabbern. Mal gespannt, was Bill noch so alles vor mir versteckt. Seine Erregung hatte sich vielversprechend angefühlt… Neugierig und leicht ungeduldig mache ich mich daran, ihn auch seiner Hose zu entledigen, aber da habe ich die Rechnung ohne Wirt, beziehungsweise ohne Vampir gemacht. „Nicht doch… dafür hab ich noch was Besonderes für dich vor“, raunt er und grinst mich verwegen an, was mir einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Ich merke, dass mein Herz schneller schlägt, und dass das nicht nur Geilheit sein kann, die es so klopfen lassen. Dieser Bill ist echt eine heiße Partie… So etwas begegnet einem nicht alle Tage und diese Exemplare sind – zumindest im Umkreis von 50 Kilometern rar gesät.

Jetzt jedoch lässt besagter Hottie erstmal von mir ab und ehe ich protestieren kann, ist er aus dem Bett geklettert, postiert sich vor dem Spalt, den er vom Vorhang noch offen gelassen hat und zeigt mir, warum er die dunkelroten Vorhänge nicht ganz zugezogen hatte vorhin.

Er grinst mich an, schließt die Augen – und dann, meine Augen weiten sich vor Unglauben – fängt er tatsächlich an zu strippen mit dem bisschen, was er noch trägt. Seine Hände spielen mit dem Saum an der Hüfte, kreisen über die Oberschenkel und streichen dann seinen Bauch hinauf zum Hals. Die Augen ein klein wenig öffnend, leckt er sich über die Lippen, dreht sich, wobei er die Linke auf die parallel liegende Pobacke hauen lässt, was mir den Speichel in die Mundhöhle treibt, sieht mich dann mit lustverhangenen Augen an und zieht sich die Hose ein Stück weit hinunter.

Gleich würde ich noch anfangen zu schnurren, wenn der so weitermacht. Jetzt jedoch verschwindet er erstmal für wenige Sekunden aus meinem Blickfeld und als er wieder erscheint, sind seine Hände mit Handschellen aneinander gefesselt, im Mund hält er eine dünne Peitsche. Seine Augen glimmen rot auf und ich weiß, dass er will, dass ich weitermache. Wie magisch angezogen komme ich auf ihn zu, löse eine Handschelle, werfe die Verbindungskette über die obere Vorhangstange und lasse die Handschellen dann um seine Armgelenke wieder zufallen. Dann nehme ich ihm die Peitsche ab, schleiche einmal um ihn herum und sehe ihm anschließend, Daumen und Zeigefinger unter sein Kinn gelegt, in die Augen, die nun nicht mehr ganz so intensiv rot schimmern. Lautlos bedeutet Bill mir, die Peitsche endlich einzusetzen – das muss er mir nicht zweimal sagen.

Anfangs noch zurückhaltend ob der Unerfahrenheit, dann aber immer mutiger werdend, lasse ich das Leder auf seinem Körper aufschlagen. Nicht stark, aber stark genug, um ihn zum Stöhnen zu bringen. Mithilfe der Peitsche streichele ich seinen Rücken und den Po, ziehe zwischendurch Hose und – ich muss zweimal hinsehen und schlucken, um mein Herz unten zu halten – schwarzen Stringtanga immer weiter herunter, entledige mich meiner mir eng werdenden Boxershorts und stoppe letztendlich vor ihm. „Nimm mich“, hauche ich, drücke ihm einen Kuss auf die heißen Atem ausströmen lassenden Lippen, beuge mich gefügig über das Bettende und schließe die Augen. Ich warte darauf, dass er in mich eindringt, aber irgendwie… irgendwie bleibt da was aus. Ich warte einige Sekunden, drehe mich dann verwirrt um.

Bill lächelt, als ob er nur darauf gewartet hätte, dass ich ihn wieder anschaue, symbolisiert mir, die Handschellen von der Stange zu entfernen und legt sich, kaum dass er wieder frei ist, auf die seidigen Decken, mich dabei lasziv anschauend. Und ich verstehe.

Okay, einverstanden. Dein Wunsch sei mein Befehl. Ich atme tief durch, küsse ihn auf die Lippen, setze dabei an zum Einlochen. Er zuckt zusammen, als er mich in sich eindringen spürt, aber das nehme ich gar nicht richtig wahr. Ich merke nur, dass mich eine Woge der Glückseligkeit umhüllt. Dieses mir vollkommen neue Gefühl löst ein Flattern in meiner Magengegend aus und in mir wächst das Verlangen, Bill wild und animalisch zu nehmen, ohne Rücksicht auf jegliche Verluste. Doch ich kann mich beherrschen, meine Lüste bezähmen. Aber wer weiß, wie lange noch?

Langsam, um ihn nicht unnötig zu quälen, beginne ich, meine Erregung leicht aus ihm herauszuziehen und sie dann wieder in ihn gleiten zu lassen. Bill scheint es zu gefallen, er drängt sich mir fordernd entgegen und keucht ab und an, wenn ich wieder in ihn stoße, leise auf. Ich habe die Augen immer noch geschlossen, mich vollkommen auf Bills und meine Bewegungen konzentrierend. Schön ist es, sanft und unglaublich schön. Genießend seufze ich, stoße erneut in Bill.

Allmählich könnte ich mein Tempo mal ein wenig anheben, geht mir durch den Kopf …gedacht, getan. Bill stöhnt überrascht auf, als meine Stöße plötzlich schneller kommen, aber dann drückt er mir sich entgegen, beginnt, leise aufzustöhnen. Und dann schaltet sich mein Kopf vollends ab und ich agiere nur noch von meinem Herzen geleitet.

Immer schneller dringe ich in Bill ein, lasse meine Hände dabei von seinem Becken hinunter zu seiner emporragenden Männlichkeit wandern. Wollen wir dich mal verwöhnen, Hübscher. Erst sanft, dann allmählich fester streichele ich seine Erregung, reize die Eichel, spiele mit dem Schaft, beginne dann zu reiben. Ich merke, wie ihm das den Rest gibt, er laut aufkeucht und dann fließt mir eine warme, zähe Flüssigkeit über die Finger. Stoßweise strömt es aus ihm heraus und ich lecke es mit bebenden Lippen von meinen Händen. Salzig schmeckt er, ganz leicht salzig und ein bisschen nach Ananas. „Liegt daran, dass ich gestern mit einem Freund essen war und es zum Nachtisch Berge von Ananas gab“, murmelt Bill, sichtlich ermattet.

Aber ich habe noch längst nicht vor, das Spiel zu beenden. Wie ich ihn einschätze, ist das nicht Bills erstes Mal, sondern hat er ganz im Gegenteil bereits viel mehr Erfahrung als ich und hält sicherlich auch ein zweites Mal durch. „Richtig geraten“, seufzt der Schwarzhaarige ergeben, dreht den Kopf und lächelt mich an, wobei seine Vampirzähne wieder aufblitzen. „Aber diesmal mit Rollentausch“, meint er und schon hat er mich gepackt, aus sich herausgezogen und in einer geschickten Bewegung unter sich befördert. Nun liegt die Kontrolle über den Akt also wieder in seinen Händen. Und ich stelle fest, dass er ein Liebhaber ohnegleichen sein muss. Er ist einfühlsam und zärtlich, dringt sanft in mich ein und wartet, als er sieht, dass ich vor Schmerz meine Hände ins Laken kralle. „Ich will dir nicht wehtun. Sag mir, was ich darf und was nicht.“, meint er und küsst mich liebevoll auf die Stirn.

Und als er dann anfängt, ganz vorsichtig in mich zu stoßen, fühle ich mich, als hätte man mich soeben auf nie gekannte Wolken gehoben. Mit seinen Händen verwöhnt er gekonnt meine Männlichkeit, und in dem Moment, wo es tief in mir explodiert, hält er inne, schließt die Augen und dann spüre ich seine Erregung zucken, ganz so, als pumpe sie etwas stoßweise in mich hinein. Eben jene salzig schmeckende Flüssigkeit mit dem unterschwelligen Geschmack nach Ananas.

Ich stoße einen Seufzer aus, bleibe einfach am ganzen Körper zitternd liegen. Aber Bill ist unerbittlich. „Nichts da“, lacht er und zieht mich hoch, „jetzt wird geduscht. Komm, auf auf, du Dreckspatz.“ Dreckspatz? Ich sehe an mir runter und muss feststellen, dass er Recht hat. Habe ich tatsächlich etwas von seiner Flüssigkeit auf meinen Händen an meinem Bauch hinunter tropfen lassen? Scheint so. Okay, gehen wir halt duschen.

Und keine zehn Minuten später liege ich erneut in diesem himmlischen Bett, eingehüllt in flauscheweiche Handtücher und eingemummelt in Berge von samtigseidenen Decken. Ja, hier lässt es sich schlafen, stelle ich fest. ‚Wirklich schöne Wohnung’, ist mein letzter Gedanke, ehe der Schlaf mich übermannt. „Gute Nacht“, murmelt Bill links neben mir, aber bevor ich antworten kann, sind meine Augen bereits zugefallen und ich bin im Reich der Träume angelangt.

 

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To be continued!

 

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